Glossar - wichtige Begriffe zum Thema Container

In unserem Glossar erklären wir die wichtigsten Fachbegriffe rund um Vermietung, Verkauf, Transport und Reparatur von Containern.

 

1. Basisbegriffe rund um Container

Seecontainer / ISO-Container: Stabiler Stahlcontainer nach internationalen ISO-Normen, ursprünglich für den Seetransport. Heute auch häufig als Lagercontainer oder Modul für Umbauten (z. B. Büro, Werkstatt, Technikcontainer) im Einsatz.

Lagercontainer: Container, der überwiegend stationär zur Lagerung genutzt wird, z. B. auf Baustellen, Betriebshöfen oder Events. Eine CSC-Zulassung ist hierfür meist nicht erforderlich.

Standard- / Dry-Van-Container (DV): Der „klassische“ geschlossene Stahlcontainer ohne besondere Ausstattung, typischerweise als 20-Fuß- oder 40-Fuß-Container. Universell für Lagerung und Transport einsetzbar.

High-Cube-Container (HC): Baugleich zum Standardcontainer, jedoch ca. 30 cm höher. Ideal, wenn mehr Innenvolumen oder Raum für höhere Güter benötigt wird.

Containervermietung: Zeitlich befristete Überlassung eines Containers gegen Mietgebühr. Üblich sind Kurzzeitmieten (z. B. Baustellen, Events) und Langzeitmieten (z. B. dauerhafte Lagerung).

Containerverkauf: Dauerhafte Überlassung eines Containers; der Kunde wird Eigentümer. Wichtig sind Zustand, Baujahr und vorhandene Zulassungen (z. B. CSC).

 

2. Maße, Gewichte & Kapazität

20-Fuß-Container (20'): Standardlänge ca. 6,06 m außen. Eine der wichtigsten Größen im Containerbereich und Basis für die Einheit TEU.

40-Fuß-Container (40'): Doppelte Länge eines 20-Fuß-Containers (ca. 12,19 m außen). Häufig als 40' DV (Standardhöhe) oder 40' HC (High Cube) im Einsatz.

TEU (Twenty-foot Equivalent Unit): Standardmaß in der Containerschifffahrt. Ein 20-Fuß-Container entspricht 1 TEU, ein 40-Fuß-Container 2 TEU.

Innenmaße / Außenmaße: Außenmaße sind wichtig für Transport, Stellfläche und Durchfahrten. Innenmaße sind entscheidend für Ladevolumen und Einbauten wie Regale oder Türen.

Tara (Eigengewicht): Leergewicht des Containers ohne Ladung.

Payload / Zuladung: Gewicht, das zusätzlich zur Tara maximal geladen werden darf.

Bruttogewicht: Summe aus Tara und tatsächlicher Ladung (inklusive Verpackung).

 

3. Typen & Ausstattungen von Containern

Open-Top-Container: Container mit offenem Dach, das mit Spriegeln und Plane verschlossen wird. Ermöglicht Beladung von oben per Kran, ideal für hohe oder sperrige Güter.

Flat-Rack-Container: Container mit Boden und Stirnwänden, jedoch ohne Seitenwände und Dach. Für überbreite oder unhandliche Güter wie Maschinen, Fahrzeuge oder Stahlkonstruktionen.

Plattform-Container (Platform): Container nur mit Boden, ohne Seiten- und Stirnwände. Für sehr große oder ungewöhnliche Ladungen geeignet.

Kühlcontainer / Reefer: Container mit integrierter Kühl- oder Heizeinheit für temperaturgeführte Ware, z. B. Lebensmittel oder pharmazeutische Produkte.

Ventilierter Container: Container mit Lüftungsöffnungen für Waren, die eine natürliche Belüftung benötigen.

Hard-Top-Container: Container mit abnehmbarem Stahldach. Eignet sich für schwere Lasten, die von oben mit Kran oder Stapler verladen werden.

Isolierter / Insulated Container: Container mit Isolierung, jedoch ohne eigene Kühlmaschine. Die Temperaturführung erfolgt über externe Geräte.

Bürocontainer / Wohncontainer / Sanitärcontainer: Speziell ausgebaute Container mit Fenstern, Türen, Dämmung, Elektrik und ggf. Sanitär. Dienen z. B. als Büro, Aufenthaltsraum, Umkleide oder Sanitärlösung auf Baustellen und Veranstaltungen.

Doppeltür-Container (Double Door): Standardcontainer mit Türen an beiden Stirnseiten. Erleichtert Be- und Entladung sowie Durchladen.

 

4. Zustand, Qualität & Zulassungen

CSC (Convention for Safe Containers): Internationales Übereinkommen über sichere Container. Regelt Bau- und Prüfvorschriften für Container im weltweiten Verkehr.

CSC-Plakette: Metallschild am Container mit Angaben zu Typ, Hersteller, Zulassungsnummer, Baujahr und Prüfterminen. Voraussetzung für den Einsatz im internationalen Seeverkehr.

One Trip / One-Way / Neucontainer: Container, der nur einmal von der Produktionsstätte zum Bestimmungsland transportiert wurde. Praktisch neuwertig, mit minimalen Gebrauchsspuren.

Cargo Worthy (CW): Gebrauchte Container, die nach Inspektion als voll seetauglich eingestuft werden. Sie besitzen eine gültige CSC-Zulassung.

Wind- and Watertight (WWT): Container ohne gültige CSC-Zulassung, die aber noch wind- und wasserdicht sind. Ideal als Lagercontainer, jedoch nicht mehr für den internationalen Seetransport vorgesehen.

As-is / „wie besichtigt“: Container wird im aktuellen Zustand verkauft, ohne Gewähr für bestimmte Eigenschaften. Üblich bei sehr alten oder beschädigten Containern.

Instandsetzung / Reparatur: Fachgerechte Beseitigung von Schäden wie Beulen, Rost oder verzogenen Türen, damit Dichtheit, Statik und ggf. Zulassung wiederhergestellt werden.

 

5. Transport, Umschlag & Logistik

Intermodaler Transport / Kombinierter Verkehr: Transportkette, bei der mehrere Verkehrsträger (LKW, Bahn, Schiff) genutzt werden, ohne die Ware selbst umzuladen – es wird stets der komplette Container bewegt.

FCL (Full Container Load): Ein kompletter Container wird exklusiv für einen Versender genutzt. Sinnvoll bei größeren Sendungen, meist schneller und sicherer.

LCL (Less than Container Load): Mehrere Versender teilen sich einen Container. Kosteneffizient bei kleineren Mengen, aber mit mehr Umschlag und längeren Laufzeiten verbunden.

Depot: Lagerplatz bzw. Containerdepot, in dem Container abgestellt, inspiziert, repariert und für Kunden bereitgestellt werden.

Vorlauf / Nachlauf: Vorlauf: Transport des leeren oder beladenen Containers vom Kunden zum Terminal oder Depot. Nachlauf: Rücktransport vom Terminal/Depot zum Kunden oder zum nächsten Einsatzort.

Kranverladung / Staplerverladung: Übliche Methoden, um Container auf LKW zu verladen oder abzuladen. Hierbei werden Eckbeschläge (Corner Castings) und Verriegelungen (Twistlocks) genutzt.

Twistlocks & Corner Castings: Corner Castings sind die genormten Eckbeschläge am Container. Twistlocks sind Verriegelungen auf Chassis oder Schiffen, die dort in die Eckbeschläge greifen und den Container sichern.

Gooseneck-Tunnel: Aussparung im Boden vieler 40'-Container, um sie auf spezielle Sattelauflieger („Gooseneck-Chassis“) zu setzen und die zulässige Fahrzeughöhe einzuhalten.

Plombe / Zollverschluss: Versiegelung an der Containertür, die zeigt, ob der Container seit der Verplombung geöffnet wurde. Wichtig für Zoll- und Sicherheitsanforderungen.

ADR / Gefahrgutcontainer: ADR ist das Regelwerk für Gefahrguttransporte auf der Straße. Für gefährliche Güter werden spezielle Container und Ausstattungen benötigt.

 

6. Miete, Kauf & Service

Kurzzeitmiete / Projektmiete: Anmietung eines Containers für einen begrenzten Zeitraum, z. B. für eine Baustelle, ein Event oder ein zeitlich befristetes Projekt.

Langzeitmiete: Mietdauer von mehreren Monaten bis Jahren, oft mit günstigeren monatlichen Raten und speziellen Konditionen.

Kaution / Mietkaution: Sicherheitsleistung des Mieters, um mögliche Schäden, fehlende Reinigung oder ausstehende Mieten abzusichern. Die Kaution wird nach ordnungsgemäßer Rückgabe erstattet.

Transportpauschale / Frachtkosten: Kosten für Anlieferung und Abholung des Containers. Abhängig von Entfernung, Kranzeit, Zufahrtssituation und benötigten Genehmigungen.

Stellplatz / Fundament: Fläche, auf der der Container steht. Sie sollte tragfähig, eben und möglichst befestigt sein, um Standfestigkeit, Türgängigkeit und Korrosionsschutz zu gewährleisten.

Zubehör / Sonderausstattung: Zusätzliche Ausstattungen wie Regalsysteme, Elektroinstallation, Beleuchtung, Heizungen, Fenster, Personaltüren, Sicherheitsschlösser oder Rampen.

Wartung / Serviceintervall: Regelmäßige Kontrolle und Instandhaltung, z. B. von Türdichtungen, Verriegelungen und Rostschutz, insbesondere bei längerem Einsatz oder großen Containerparks.